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Wer schon einmal selbst eine Schablone für die Oberfräse oder den Frästisch hergestellt hat, der weiß wie sorgfältig man die Kante zum Schluss noch fein schleifen muss. Denn jede noch so kleine Delle in der Schablonenkante wird später beim Abfahren mit einem Bündigfräser oder einer Kopierhülse gnadenlos auch auf das Werkstück übertragen. Mit dem „kurvenlinfix®“, einem flexiblen Kurvenlineal, können Sie eine solche Schablone ohne langwieriges Schleifen herstellen – ganz ohne Dellen. Es lässt sich dazu in nahezu jede Form biegen und mit den passenden Schrauben auf das Schablonenmaterial befestigen. Beim Anschrauben sollten Sie aber unbedingt zwei Dinge beachten: Erstens sollten Sie nur die in der Anleitung empfohlenen Senkkopfschrauben in der zum Kurvenlineal passenden Größe einsetzen und zweitens müssen die Schraubenköpfe unbedingt im „kurvenlinfix®“ versenkt sein und dürfen nicht vorstehen. Dadurch erhöht sich nämlich die Formstabilität des Kurvenlineals. Das „kurvenlinfix®“ gibt es in verschieden Längen und Querschnitten. Der kleinst mögliche Innenradius beträgt beim kurvenlinfix®-mini 50 mm und der kleinste Außenradius 70 mm. Bei kleineren Radien ist das Kurvenlineal nicht mehr einsetzbar .
Text und Fotos: Guido Henn
Zuerst wird die Form der gewünschten Schablone mit Zirkel, Winkel und Maßband auf die 12 mm dicke Multiplexplatte übertragen und mit der Stichsäge ausgesägt.
Anschließend befestigen Sie das Kurvenlineal mit den in der Anleitung empfohlenen Schraubengröße auf der Platte. Lassen Sie dabei etwa 2 - 3 mm von der gesägten Kante überstehen.
Den Überstand fräsen Sie nun mit einem Bündigfräser bis zum Kurvenlineal ab. Dabei läuft das Kugellager präzise an der gebogenen Form des Kurvenlineals vorbei.
Am besten eignet sich ein Bündigfräser mit Wechsel- bzw. Wendeschneiden, denn Fräser mit fest aufge- löteten Schneiden haben nach dem Schärfen nicht mehr den gleichen Durchmesser wie das Kugellager.